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Aaalsuppe - Hamburger Spezialität

Aaalsuppe, die Hamburger Spezialität,
ist wahrscheinlich ursprünglich gar keine Fischsuppe gewesen,
sondern eines der typischen Gerichte zur Resteverwertung, in dem all binn war,
was im Winter da war.
Der Name leitet sich wohl davon ab, dass allens rinkümmt,
was die Küche so zu bieten hat, jedoch nicht unbedingt Aal.

In solch einer Alles-Suppe kam meistens ein abgeputzter Schinkenknochen der ein weiteres Mal genutzt wurde [aber jetzt nicht dem Hund den Knochen wegnehmen :-)], dessen strenger Rauchgeschmack durch Beigaben zu einer süßsauren Mischung verkocht wurde (suur Supp).

Die älteste schriftliche Erwähnung stammt aus einer Küchenordnung des Hamburger Heilig-Geist-Hospitals aus dem Jahre 1756.

Die Grundlage der Aalsuppe ist also eine auf dem Knochen gekochte Fleischbrühe, die mit Suppengemüse und vor allem Backobst (plattdeutsch: Backbeern) verfeinert wird.
Die Menge an Backobst muss so bemessen sein, dass die Suppe leicht süßlich schmeckt.
Als Zugeständnis an südländische Touristen, aber auch an die eigene norddeutsche Gourmetneigung, wird die Aalsuppe jedoch heute fast immer mit einem oder mehreren Stücken Aal zubereitet. Meist stammen die Stücke vom Räucheraal, seltener vom gekochten oder gebratenen Aal. Die Aalsuppe gilt im allgemeinen als selbstständiges Hauptgericht.

Die Aalsuppe ist zwar eine norddeutsche, insbesondere Hamburger Spezialität,
jedoch gibt es auch niederländische und sonstige Varianten gibt.

Eines von vielen möglichen Rezepten:
  • Schinkenkochen
    (Den Knochen etwa 10 Minuten in einem Topf mit ausreichend Wasser bedeckt kochen.)
  • Suppengrün, gewürfelte Zwiebel (ggf. weiteres Wasser und Fleischbrühe zugeben)
    (Das geputzte und in grobe Würfel geschnittene Suppengrün,
    die abgezogene ganze Zwiebel etwa 1 Stunde kochen lassen)
  • Knochen, Suppengrün und Zwiebel aus der Suppe nehmen, das Fleisch vom Knochen lösen und kleingeschnitten wieder in die Suppe geben. Suppengrün und Zwiebel wegwerfen!
  • Die Suppe über Nacht kalt werden lassen und das Fett abschöpfen.
  • Nun das übrige Gemüse putzen und in Stücke schneiden und die Erbsen enthülsen.
  • Das Backobst im Wasser quellen lassen.
  • Das Gemüse und Backobst in die Suppe geben und 20 Minuten kochen lassen.
  • Mit Essig und Zucker süßsauer abschmecken und mit den frischen Kräutern würzen.
  • Schließlich die Aale gut waschen, in Stücke schneiden, im Weißwein und 1/8 Liter Wasser etwa 10 Minuten garen.
  • Dann die Aalstücke häuten, entgräten und zusammen mit dem Kochfond in die Suppe geben.
Und nun ganz tapfer sein, alles aufessen und das Bier und den Köm nicht vergessen :-)
Oder besser doch erstmal ein paar Diät und Ernährung Infos lesen?

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